Gerard Ter Borch, der spater zu den bekanntesten Portratisten seiner Zeit gehoren sollte, kam als noch junger Kunstler im Tross der niederlandischen Gesandtschaft nach Munster, um fur die Mitglieder der Delegation zu arbeiten und das bedeutende politische Ereignis, das den 30jahrigen- sowie 80jahrigen Krieg beendete, bildlich zu fixieren. Die Kunstwerke, die im Rahmen des Westfalischen Friedenskongresses von 1648 entstanden sind, zahlen zu den ersten grossen Erfolgen eines noch jungen Portratisten und sind bisher von der Forschung meist nur unzulanglich untersucht worden. Sie und die Frage nach ihrer Funktion stehen in dieser Arbeit im Mittelpunkt des Interesses. Wie geht Ter Borch mit dem Darstellungsrepertoire der Zeitgenossen um? Wo bleibt er Bildtraditionen treu und an welcher Stelle durchbricht er sie? Welche Funktion und welchen Einfluss hat Ter Borchs Hauptwerk in der offentlichen Rezeption? Fur sein "Friedensbild" jedenfalls lasst sich eindrucklich zeigen, dass es eine neue Bildtradition im Bereich von Friedensdarstellungen begrundet.
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