Der zentrale Forschungsgegenstand dieser multimethodischen Fallstudie ist der K nigsteiner Schl ssel, ein inzwischen standardm ig verwendeter Verteilungsschl ssel zwischen den deutschen Bundesl ndern. Wesentliche Problemperspektive ist die bersetzung r umlicher Gerechtigkeit in einen Indikator. Es wird argumentiert, dass Indikatoren h ufig nicht unter Laborbedingungen entstehen und wirken, sondern diversen, oft nicht-intendierten Ver nderungen unterliegen. Anhand historischen Materials wird die Etablierung als Standardinstrument in den Blick genommen. Der Bedeutungswandel im ffentlichen Diskurs wird durch inhaltsanalytische Auswertung eines Zeitungsartikelkorpus mit Hilfe computergest tzter Topic-Modellierung gezeigt. Die Untersuchung der administrativen Verwendung als Verteilungsschl ssel f r Asylbewerber erfolgt ber Experteninterviews mit Entscheidern der Asylverwaltung bei der berregionalen Verteilung sowie der lokalen Unterbringung und Unterkunftsakquise.