Ohne Boten lief vor dem Aufkommen technischer Medien wie Telefon und E-Mail in Sachen Fernkommunikation schlichtweg nichts. Nun ist ein Kennzeichen des Mittelalters die Abwesenheit von Institutionen, etwa einer staatlichen Post, die der Berufsgruppe gleichsam notarielle Glaubw rdigkeit einbringen konnte. Dieser Umstand - ob als Defizit oder Alternative begriffen - f hrte dazu, dass die Menschen in vielen Bereichen des t glichen Lebens eigene Abl ufe finden mussten. Die L sungswege, zu denen das Mittelalter nun hinsichtlich von Fragen wie: "Habe ich es tats chlich mit einem Boten zu tun oder doch mit einem Nachrichtenf lscher?" oder: "Kann ich demjenigen, der sich mir als Bote vorstellt, wirklich trauen?" kam, erarbeitet die Autorin in diesem Buch. Unter Ber cksichtigung der aktuellen Forschungslage vermittelt sie auf verst ndliche Weise ein solides berblickswissen zum mittelalterlichen Botenwesen und bereitet aus dem hierzu eigens zusammengetragenen, breiten Fundus verschiedenartiger Quellenbelege zw lf exemplarische F lle anschaulich auf. ber den Aspekt der Botenbeglaubigung er ffnet das Buch so einen sehr konkreten und lebendigen Blick auf Grundfeste des mittelalterlichen Alltags.
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