Ausgangspunkt dieser Abhandlung sind die auf Grund ihrer H rnerkrone sicher erkennbaren G tter der j ngeren fr hdynastischen Zeit. Vorl ufer dieser G tterdarstellungen im lteren Bildrepertoire zu identifizieren ist schwierig, da eine Abgrenzung gegen ber menschlichen Darstellungen kaum mit Sicherheit vorzunehmen ist. Ob Bankett- und Kampfszenen 'mythologisch' zu deuten sind, ist eine viel diskutierte Frage, der hier nachgegangen wird. Auch bisherige Deutungen der Tierkampfszenen mit ihren Mischwesen und sogenannten Helden, die oft mit G ttern in Zusammenhang gebracht werden, werden kritisch betrachtet. Es zeigt sich, da mythologische und kultische Szenen, in denen G tter eine Rolle spielen k nnen, vor der sp ten fr hdynastischen Zeit zumindest in der erhaltenen Kleinkunst fehlen. Erst dann wird das Verh ltnis der Menschen zu den G ttern, wie der Kult es schon lange vorgab, auch ins Bild umgesetzt. Die zahlreichen Siegel unterschiedlichster Qualit t belegen, dass dies kein Privileg der Eliten war, sondern weite Bev lkerungsschichten bildlich in Kontakt zu ihren G ttern traten.