Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf das fr he Schaffen von Steve Reich (1936) und untersucht sein Verh ltnis zu den sthetischen Pr missen dessen, was als Minimalismus der 1960er Jahre verstanden wird, unter Ber cksichtigung historischer Aspekte und kreativer Verfahren sowie der theoretischen Diskurse. Die St cke, die Reich zwischen 1965 und 1976 komponierte, sind repr sentativ f r den Werdegang des Komponisten, da sie auf der einen Seite radikalere Verfahren pr sentieren, die ihren Ursprung in seinen Experimenten mit Tonbandger ten haben - Come out (1966), Piano phase (1967), Pendulum music (1968) -, und auf der anderen Seite St cke f r gro e Gruppen und mehrere Instrumente - Musik f r Schlegelinstrumente, Stimmen und Orgel (1973) und Musik f r 18 Musiker (1976) -, die sich von der sthetik der "Musik als allm hlicher Prozess" distanzieren, die der Komponist selbst in einem gleichnamigen Text (1968) dargelegt hat. In diesem musikalischen Werdegang, der historisch mit dem Minimalismus in Verbindung gebracht wird, werfen die Ver nderungen in den von Reich angewandten Methoden und kompositorischen Verfahren Fragen auf, die es uns erlauben, diese direkte Beziehung zwischen dem amerikanischen Komponisten und der minimalistischen sthetik zu problematisieren und ihn an den Scheideweg zwischen Moderne und Postmoderne zu stellen.
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