Fatima lebt mit Karin zusammen. Ihre Tage bestehen aus festen Abl ufen, die Karin vorgibt: aufstehen, Wasser holen, schneiden, wischen, warten. Was zuerst wie Alltag wirkt, wird langsam zu etwas anderem. Jede Handlung richtet sich nach Karin. Jede Entscheidung verschiebt sich zu ihr hin.
Fatima sp rt, wie Karin mehr Einfluss bekommt. Nicht laut, nicht offen, sondern ber kleine Schritte. Ein Blick, ein kurzer Satz, eine Anweisung. Fatima folgt, erst aus Gewohnheit, sp ter, weil sie keinen anderen Weg mehr sieht.
Der Roman zeigt, wie Kontrolle entstehen kann, ohne Gewalt, ohne gro e Worte. Es sind einfache Dinge, die den Tag bestimmen: Tee kochen, Fenster ffnen, Teller abr umen. In diesen Abl ufen verliert Fatima nach und nach das, was sie einmal f r selbstverst ndlich hielt: eigene Grenzen, eigene W nsche, eigenes Tempo.
Karin h lt die Struktur. Fatima f gt sich ein. Das Verh ltnis bleibt eng, hart und zugleich vertraut. Beide brauchen einander, aber nicht auf die gleiche Weise.
"Fatima" erz hlt von einer Beziehung, in der Unterordnung w chst, bis sie den ganzen Alltag f llt. Der Text bleibt nah am Geschehen, beobachtet pr zise, zeigt Abl ufe und Ver nderungen, die sich ber viele kleine Momente aufbauen.