Im Auftrag von Radio Basel gestalte ich regelm ssig Sendungen f r Blinde. Eigentlich sollte daraus ein Ge- spr ch werden von Blinden untereinander und von Blin- den mit Sehenden, aber diese Absicht liess sich nicht verwirklichen. Ein Briefkasten, den wir einzurichten ver- suchten, blieb ohne Post. Manchmal erhielten wir Fragen zu einzelnen Themen von sehenden H rern, Blinde mel- deten sich nur selten. Und doch h rten sie die Sendun- gen, das merkte ich, wenn ich pers nlich in Kontakt kam mit Sehbehinderten, die sich dann m ndlich spontan usserten und mir manche wertvolle Anregung gaben. Nun, dachte ich, viele Menschen schreiben eben nicht gern. Ich selber ussere mich ja auch nie zu Sen- dungen, die mir besonders gut gefallen, oder mit denen ich mich kritisch auseinandersetzen m chte. Meine Briefe bleiben blosse Gedanken, und so geht es wohl anderen auch. Also fand ich mich ab mit dieser Tatsache, erwar- tete keine Reaktionen mehr und freute mich, wenn doch unerwartet ein Brief kam. Unter meinen Vorschl gen f r Sendungen im Jahr 1979 legte ich auch das Thema vor: Farbvorstellun- gen einer Blindgeborenen. Ich kam darauf, weil Sehende und Sp terblindete mich immer wieder fragen, ob eine Farbe f r mich mehr bedeute als nur der blosse Farbna- me. Der Vorschlag wurde angenommen, und schon im Januar sprach ich ber meine Farbvorstellungen. Zu meiner grossen berraschung schrieben und telefonierten mir nach dieser Sendung viele blinde und sehende H rer.
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