Bilder besitzen die F higkeit, menschliche Handlungen aktiv zu beeinflussen. Dies scheint im Widerspruch zu ihrem Status als Artefakt zu stehen. Der vorliegende Band "Et in imagine ego" greift diese Doppelnatur auf, um das symbiotische Verh ltnis zwischen Mensch und Bild aufzudecken. Die sowohl kunstwissenschaftlich als auch philosophisch getragene Bildakt-Theorie beruht auf der berzeugung, dass bildliche Wirkmechanismen insbesondere durch die im Bild angelegten Verk rperungsprinzipien zur Entfaltung gelangen. Nur unter Ber cksichtigung eines emergenten Rezeptionsprozesses zwischen zwei verk rperten Entit ten - Bild und Betrachter - ist die Bedeutung des Bildakts vollst ndig erfassbar. In f nfundzwanzig Beitr gen werden die vielf ltigen Facetten der reziproken Durchdringung von Bildakt und Verk rperung durch Mitarbeiter und Fellows der gleichnamigen DFG Kolleg-Forschergruppe vorgestellt.