Eroberung der Neuen Welt ist ein ungew hnlicher, konsequent durchdachter Science-Fiction-Roman, der zwei Zivilisationen ber 4,24 Lichtjahre hinweg miteinander verbindet. Die Geschichte beginnt scheinbar normal - an der University of Florida im Jahr 2200 - doch schnell wird klar, dass die Menschheit niemals allein war. Seit Jahrzehnten senden wir unbewusst Signale ins All, und eine fremde Spezies hat sie nicht nur empfangen, sondern entschl sselt.
Parallel dazu spielt die Handlung im Jahr 2027 auf der Erde: Samantha Torres und Adam Green, zwei brillante junge Wissenschaftler an der University of Central Florida, arbeiten im SETI-Programm an der Analyse extraterrestrischer Signale. W hrend sie beruflich und pers nlich zusammenwachsen, verschieben sich die Grenzen des M glichen. Neue Daten aus Mondobservatorien, geheime NASA-Projekte, SpaceX-Programme und die wachsende technologische Dynamik deuten darauf hin, dass die Menschheit an einer historischen Schwelle steht.
Zeitgleich folgt der Roman der fortgeschrittenen Zivilisation der Terasians, deren Welt am Rand ihres eigenen Untergangs steht. Ihr Volk lebt im schmalen bewohnbaren Streifen eines extremen Planeten, gepr gt von rotem Zwielicht, gewaltigen Naturkr ften und einer tief verankerten Kultur der Anpassung. Als sie die ersten strukturierten Signale der Erde empfangen, reagieren sie nicht mit Furcht - sondern mit wissenschaftlicher Pr zision. Ihre Analyse unserer Radiosendungen zeigt ihnen eine Spezies, die sich technologisch schnell entwickelt und gleichzeitig mit inneren Konflikten ringt.
Der Roman entfaltet dieses doppelte Panorama: die menschliche Suche nach Kontakt und die au erirdische Recherche ber uns. Beide Seiten interpretieren dieselben Signale - und treffen v llig unterschiedliche Schlussfolgerungen. Der Leser erlebt nicht nur technische Details, sondern den strategischen, politischen und kulturellen Blick zweier Welten.
Mit jeder Seite n heren sich Erde und Teras einander an. Doch der erste Kontakt wird nicht sentimental, romantisiert oder moralisiert dargestellt. Er ist realistisch, komplex und getragen von wissenschaftlicher Logik, Misstrauen, Neugier und Verantwortung.
Eroberung der Neuen Welt ist ein moderner Science-Fiction-Roman ohne Pathos: analytisch, detailreich, spannend und konsequent weltbildend - ein Blick auf eine Zukunft, die gleichzeitig gro artig und gef hrlich ist.