Die Beitr ge des Bandes gehen der Frage nach, wie sp tmittelalterliche Gemeinschaften Entscheidungen im Kontext ihrer gesellschaftlichen Ordnungsstrukturen, sozialen Herrschaftskonstellationen und kulturellen Deutungsmuster vorbereitet, getroffen und vermittelt haben. Untersucht werden formelle Gruppen, die langfristige historische Wirkungen erzielten: st dtische Ratskollegien, Z nfte, die Hanse, Domkapitel und monastische Konvente, Magister und Scholaren vor und w hrend der Entstehung von Universit ten sowie Inquisition und Konzilien. Aufschlussreicher als individuelle Motive historischer Akteure sind f r das Verst ndnis gemeinschaftlicher Entscheidungen soziale Formen, Strukturen und Logiken des Entscheidens. Durch ihre Konzentration auf die soziale, kommunikative Praxis des Entscheidens verdeutlichen die gew hlten Fallbeispiele, dass kollektives Entscheiden mehr ist als die Summe individueller Entscheidungen.
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