Aus der Besch ftigung mit Hugo von Hofmannsthals "Elektra" entstand die Fragestellung nach dem Ursprung der Pathologisierung weiblicher Rachehandlungen in ihrer dramatischen Umsetzung auf der B hne des Sprechtheaters. Bereits im antiken griechischen Mythos wird m nnliche Rache n her an den Rechtsbegriff im Sinne von gesellschaftlicher Legitimation ger ckt, wohingegen weibliche Rache als Symbol f r ein Vergeltungsprinzip aus vorstaatlicher, bzw. "vorzivilisierter" Zeit in die Dramen bernommen wird. Anhand des Atridenmythos und seiner Dramatisierungen l sst sich daher eine interessante Entwicklung weiblicher R cherinnen beobachten; w hrend sich Aischylos noch ganz klar an die Trennung von "m nnlich/autorisiert" und "weiblich/unautorisiert" definiertem Handeln unterscheidet, wird weibliche Rache sowohl bei Euripides als auch bei Sophokles in zunehmendem Ma e auf individualpsychologische Ebene gehoben. Damit ist der Grundstein f r die Pathologisierung weiblicher Rache auf der Sprechtheaterb hne ber fast 2000 Jahre Theatergeschichte gelegt.
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