Die vorgestellte Grammatikkonzeption ist im Kontext eines maschinellen Textverstehenssystems entstanden und zielt prim r auf Fragen der Abbildung von Texten auf Inhaltsrepr sentationen. Grundlage der Grammatik ist die Dependenzrelation, die die Lexikalisierung des Analyseverfahrens, die inkrementelle konzeptuelle Interpretation sowie die Reduzierung von Mehrdeutigkeit erlaubt.
Die Integration mehrerer Wissenssysteme in einem inkrementellen Analyseverfahren erlaubt die baldige Reduktion von Mehrdeutigkeiten in einzelnen Beschreibungsdimensionen. Die syntaktische Relationierung zweier W rter wird dazu mit Bedingungen in mehreren Wissenssystemen verkn pft, um sowohl die Dimension Syntax, Semantik und Diskurs zu koppeln als auch die Syntax in Subsysteme aufzugliedern (Kategorien, Merkmale, Stellung).
Die Koppelung von Dominanz und Pr zedenz ist in Dependenzgrammatiken bisher formal und/oder empirisch unbefriedigend. Zur L sung dieser Probleme werden Wortstellungsdom nen definiert, die die Linearisierung von der hierarchischen Analyse trennen. Wortstellungsdom nen erlauben die widerspruchsfreie Integration von Pr zedenzrestriktionen und erfassen Diskontinuit ten als Verallgemeinerung der kontinuierlichen Anbindung.
Au erdem wird eine Beschreibungssprache mit modelltheoretischer Semantik f r Dependenzstrukturen definiert. Diese auf der Modallogik beruhende Sprache erreicht erstmals eine konsistente Formalisierung dependenzgrammatischer Begriffe.