Die Frage, wie es zur visuellen Wahrnehmung r umlicher Tiefe kommt, geh rt zu den grundlegenden Problemen der Hirnforschung. Denn es herrscht ein gro er Selektionsdruck darauf, Entfernungen und Gr en in der Umwelt richtig einzusch tzen. Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, ob und wie gut Goldfische Objekte allein aufgrund ihres Abstandes unterscheiden k nnen und woraus sie die Informationen ber den Abstand gewinnen. Dazu wurden die Goldfische mittels operanter Konditionierung auf einen Stimulus in bestimmten Abst nden dressiert. Zum Vergleich diente ein hnlicher Stimulus, der jedoch einen anderen Abstand hatte. Weitere Experimente zur Gr enkonstanz, zur r umlichen Aufl sung und mit unscharfen Stimuli wurden ebenso durchgef hrt, wie auch erste Untersuchungen mittels Infrarot-Photoretinoskopie. Die Ergebnisse geben Aufschluss dar ber, welche visuellen Entfernungsinformationen die Goldfische tats chlich nutzen konnten und ob eine echte Tiefenwahrnehmung stattgefunden hat. Die Methodik der Dressur kann zus tzlich zu den elektrophysiologischen Untersuchungen des Gehirn und der Retina wertvolle Aufschl sse ber sinnesphysiologische Leistungen liefern.
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