Dieses Buch schl?gt eine Br?cke zwischen syntaktischer Theorie und Interpunktionszeichen, indem syntaktische Bedeutungsanteile des Semikolons oberfl?chengrammatisch expliziert werden. Mithilfe von Konstituentenstruktur, syntaktischen und syntagmatischen Relationen lassen sich differenzierte Aussagen dar?ber machen, wie das Semikolon mit der Satzstruktur interagiert. Ein Einbezug der Satztopologie zeigt, dass es weder innerhalb von Nominalgruppen steht noch in dem Bereich vom Vorfeld bis zur rechten Satzklammer. Sein charakteristisches Abschlussprofil unterscheidet es klar vom Komma und bewirkt, dass Reihungen mit Semikolon listenartige Eigenschaften erhalten. Wie sich eine verengte Sicht auf das Semikolon als Koordinationszeichen entwickeln konnte, wird durch die Betrachtung von ?ber 100 Jahren Normierungsgeschichte deutlich. Mit einigen Modifikationen kann die Oberfl?chengrammatik auch einer sprachverarbeitungstheoretischen Perspektive gerecht werden.
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