Die Werkzeuge daf r entstehen l ngst. Das Erbgut ist vollst ndig gelesen, Gehirne werden kartiert, k nstliche Systeme bilden Stimme, Stil und Erinnerung nach. Die bliche Frage lautet: K nnen wir auf diesem Weg unsterblich werden? Dieses Buch stellt eine andere, die bisher kaum jemand gestellt hat.
Es fragt nicht, ob sich ein Mensch bertragen l sst, sondern was geschieht, wenn man es versucht.
Wenn man Ihr Ged chtnis, Ihre Stimme, Ihren Denkstil nachbildet, sind Sie das noch, oder nur Ihr verwertbarer Schatten?Wem geh ren Ihre Muster, wenn ein Konzern sie aus Ihren Spuren zusammensetzt?Darf Ihre Familie einen sprechenden Nachbau von Ihnen erschaffen, ohne dass Sie je gefragt wurden?Wer entscheidet, ob eine Wunde, die Sie gepr gt hat, getilgt oder bewahrt wird?Was wird aus dem Grundsatz "eine Stimme, ein Mensch", sobald sich ein Mensch vervielf ltigen l sst?Der Mensch, so die zentrale Einsicht, ist nicht ein Muster, sondern viele, in Schichten verschr nkt, vom Denken ber das F hlen und den K rper bis zu der Weise, berhaupt da zu sein. Was wir f r unseren Kern halten, liegt am tiefsten und entzieht sich am gr ndlichsten. Denn was lebt, ist nicht die gespeicherte Information, sondern ihr lebendiger Vollzug.
Daraus erw chst ein neues Grundrecht, das dieses Buch entwickelt und begr ndet: die Musterautonomie, das Recht jedes Menschen, ber die Schichten seiner Identit t souver n zu bestimmen, sie zu sch tzen, zu ver ndern oder loszulassen. Nicht der Staat, nicht der Konzern, nicht die Familie, nicht ein k nftiges Ich.
Ein Buch zwischen Genetik, Hirnforschung und Philosophie, n chtern gegen ber den Versprechen der Technik und entschieden auf der Seite des Menschen. F r alle, die wissen wollen, was von einem Menschen bleibt, wenn sich alles an ihm messen, speichern und nachbilden l sst.