Neutralitat besass in Schweden lange Zeit den Status einer sicherheitspolitischen Uberdoktrin, welche man weder ernsthaft infrage stellte noch kritisch diskutierte. Aus den negativen Erfahrungen eigener Hegemonialpolitik entstanden, galt sie in Schweden im 20. Jahrhundert als unangefochtener Konigsweg. Doch das Image der friedlichen Nordnation wankt. Nach dem Ende der Sowjetunion wurden Aktenbestande zuganglich, die ein ganz anderes Bild zeichneten. Schwedens Neutralitat war scheinbar weit weniger unumstosslich, als offiziell betont. Hatte die Regierung mit dem deutschen Nazi-Regime paktiert, um ihren Status zu halten? Eine hitzige historische Debatte begann. Ingolf Notzke analysiert das Phanomen der schwedischen Neutralitat im Spiegel der Historiografie Schwedens. Dazu greift er mit den Hintergrunden des Neutralitatsstrebens und dem neutralitatspolitischen Agieren Schwedens wahrend des Zweiten Weltkrieges und Kalten Krieges exemplarisch drei Aspekte heraus. Er zeigt, wie die schwedische Geschichtsschreibung die Neutralitat Schwedens darstellt, bewertet die Veranderungen im Laufe der Zeit und den Widerhall der Neutralitatsdebatte der beginnenden 1990er Jahre in Schwedens Geschichtswissenschaft.
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