Rumelant von Sachsen geh?rt zu den interessantesten deutschen lyrischen Dichtern der zweiten H?lfte des 13. Jahrhunderts. Von ihm sind neben drei Minneliedern vor allem kunstvolle Sangspr?che mit gro er thematischer Vielfalt ?berliefert, in denen er sich in hymnischer Verehrung, meditierend oder spekulativ religi?sen Fragen widmet, Zeitkritik ?bt, politische Ereignisse kommentiert, Herren belehrt und ermahnt, seine eigene Existenzweise als fahrender Berufsdichter bedenkt, freigebige G?nner preist und Geizige tadelt, ?ber Kunst reflektiert und sich mit Dichterkollegen auseinandersetzt. Die vorliegende Ausgabe pr?sentiert Rumelants Sangspruchdichtung in enger Anlehnung an ihre ?berlieferung in der Jenaer Liederhandschrift, zusammen mit den dort aufgezeichneten Tonmelodien (die in Normalnotation wiedergegeben werden) und einer m?glichst wortgetreuen ?bersetzung. Der beigef?gte Kommentar bietet Verst?ndnishilfen f?r die Texte und macht sowohl auf ihre innovativen Besonderheiten als auch auf ihre Einbettung in literarische Traditionen und zeitgen?ssische Diskurse aufmerksam.