Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 2,15, Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen (Institut f r Soziologie), Veranstaltung: Medien des Rechts, Sprache: Deutsch, Abstract: "Die Staatsanwaltschaft geht von folgender Tat aus: Am 15. September 2007 lieh die Angeklagte ihrer Freundin Sabine Pohl einen handygesteuerten Vibrator aus. Diesen hatte sie zuvor mit dem t dlichen Klapperschlangengift manipuliert. Wie von der Angeklagten erwartet, benutzte Sabine Pohl ihn noch am selben Abend. Sie verstarb an dem Schlangengift. Anna Kerner wird daher wegen Mordes angeklagt." In der Folge mit dem Titel "Der Killervibrator" kann der Zuschauer 45 Minuten lang mitverfolgen wie Barbara Salesch in ihrer Gerichtsshow herausfindet, ob Anna tats chlich ihre Freundin hinterlistig mit dem ausgeliehenen, handygesteuerten und in Schlangengift getr nkten Vibrator ermordet hat oder ob beide einer tragischen Verwechslung zum Opfer fielen, die dazu f hrte, dass Sabine Pohl auf der Geburtstagsfeier ihres Ehemanns pl tzlich leblos zusammenbrach. In vorliegender Hausarbeit soll die Forschungsfrage beantwortet werden, inwiefern Gerichtsshows als "Medium des Rechts" betitelt werden k nnen. Gerade von Akteuren des Rechtssystems stehen diese Shows unter dem Verdacht, ein schlechtes Licht auf das deutsche Rechtssystem und die Justiz zu werfen und das Vertrauen in die Gerichtsbarkeit zu senken (Mackenroth 2002). Weiterhin wird der These nachgegangen, dass der Konsum solcher Shows einen Kultivierungseffekt mit sich bringt, wonach Vielsehern eine falsche Vorstellung von juristischen Verhandlungen und dem Rechtssystems im Allgemeinen vermittelt werde.
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