Die Einf hrung behandelt die von den vier augusteischen Dichtern Gallus, Tibull, Properz und Ovid gew hlte Sonderform der antiken Elegie, welche die Liebeserfahrungen der jeweiligen Dichter-Persona in Gedichtreihen thematisiert und dabei das Liebesleid in den Vordergrund r ckt.
In der ersten Fassung seiner Einf hrung von 1990 legte Niklas Holzberg den Schwerpunkt der Darstellung auf den Zeitbezug dieser Art von Poesie, verlagerte ihn aber in der zweiten Auflage von 2001 auf die Interpretation der Texte unter dem Aspekt des selbstreflexiven poetischen Spiels, das schon Tibull und Properz - von Gallus ist wenig erhalten - mit der Gattung treiben und das Ovid zum k nstlerischen H hepunkt f hrt, so dass es nach seinen Amores keine r mische Liebeselegie mehr geben konnte; in dieser Fassung erlebte das Buch f nf weitere Auflagen.
Die Forschung zu den drei Dichtern, die zur Zeit der Publikation der ersten Auflage der Einf hrung noch zur biographischen Interpretation ihrer Elegiensammlungen neigte, wurde in j ngerer Zeit Gegenstand von Arbeiten auf der Grundlage der modernen Literaturwissenschaft, deren F lle enorm ist. Die vorliegende berarbeitung und Aktualisierung bem ht sich, die verschiedenen Aspekte der vom Biographismus g nzlich abger ckten Texterkl rung zu ber cksichtigen und eine Einf hrung sowohl in die Texte als auch in deren Deutungen zu bieten.