"Ich fand schlie lich die Unordnung meines Geistes heilig" (RIMBAUD, 1983: .65), sagte Rimbaud und dr ckte damit aus, wie seine Dichtung ihm Zugang zum kostbarsten und teuersten Wissen verschaffte: seiner Selbsterkenntnis. Meiner Meinung nach ist dies die einzige Schlussfolgerung, die ich hier ziehen kann. Dies sollte der Weg der Sozialwissenschaften sein: Selbsterkenntnis. Als brasilianische Sozialwissenschaftler m ssen wir nicht nur in der Vergangenheit nach Erkl rungen f r aktuelle Probleme suchen und die bernahme europ ischer Theorien zugunsten einer origin ren lateinamerikanischen Denkweise vermeiden, sondern auch nach Selbsterkenntnis streben und unsere Wissenschaft, mit anderen Worten, unsere Denkweise, neu definieren. Das vorliegende Buch wurde genau zu diesem Zweck geschrieben und fasst die Forschungen und berlegungen zusammen, die ich im Rahmen meiner Masterarbeit angestellt habe. Es handelt sich um erkenntnistheoretische berlegungen, die sich auf die Poesie und die Biografie von Arthur Rimbaud st tzen und dazu dienen, der Kunst den Stellenwert einzur umen, der ihr bei der Suche nach Wissen seit jeher zukommt: ein einzigartiger und grundlegender Platz. Es handelt sich um eine wissenschaftliche und sensible Forschung, die darauf abzielt, Vernunft und Gef hl zu verbinden.
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