Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Musik - Sonstiges, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universit?t Freiburg (Musikwissenschaftliches Seminar), Veranstaltung: H?lderlin in Vertonungen, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Schicksalslied op. 54 von Johannes Brahms geh?rt zwar zu den heute noch meistgespielten Chororchesterwerken Brahms', aber gleichzeitig hat wohl keines so widerspr?chliche Reaktionen und anhaltende Diskussionen hervorgerufen. Brahms vertonte zwischen 1868 und 1871 das Gedicht Schicksalslied aus dem Roman Hyperion von Friedrich H?lderlin. Dieses Gedicht schildert in extremen Farben die Gegens?tzlichkeit g?ttlicher und menschlicher Existenzen. Grund f?r die Kritik an Brahms' Komposition war seine Entscheidung, dem Werk, das musikalisch die Gegensatzstruktur des Gedichts nachzeichnet, ein instrumentales Nachspiel anzuf?gen, das die Einleitung aufgreift und damit thematisch der G?tterwelt zugeordnet werden muss. Dieses Nachspiel stellte f?r Kritiker seit Erscheinen der Komposition ein Beispiel misslungener oder wenigstens zweifelhafter Textvertonung dar, in der der Komponist seine Kompetenzen durch eine unzul?ssige Erweiterung der Textaussage ?berschritten habe. Gleichzeitig gab es jedoch auch immer Stimmen, die Brahms' Vertonung - aus unterschiedlichen Gr?nden - f?r besonders gelungen hielten. Ziel dieser Arbeit ist es, einen ?berblick ?ber die Rezeptionsgeschichte dieses Werkes zu geben, wobei das Hauptaugenmerk auf ?u erungen gerichtet sein soll, die sich auf das Nachspiel beziehen.
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