Forschungsarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 1,0, Georg-August-Universit t G ttingen (Juristische Fakult t), Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der vorliegenden Arbeit geht es darum zu er rtern, ob und wann ein Gesetz noch Recht ist, wenn es unrecht ist. Dazu sind die Radbruchsche Formel und ihre Bef rworter (Ralf Dreier und Robert Alexy) und Kritiker (H. L. A. Hart und Horst Dreier) hier zu diskutieren, indem sowohl ihr Inhalt und ihre Anwendungen durch das Bundesverfassungsgericht, als auch den Rechtsbegriff der Radbruchschen Formel zu analysieren versucht werden. Gustav Radbruch, ein deutscher Rechtswissenschaftler w hrend und nach dem Zweiten Weltkrieg, meinte, dass Recht eine Kulturerscheinung oder wertbezogene Tatsache sei. Er bezeichnet den Rechtsbegriff als die Gegebenheit, "die den Sinn hat, die Rechtsidee zu verwirklichen." Zudem behauptet er eine wesentliche Vorstellung f r Gerechtigkeit: "Recht kann ungerecht sein, aber es ist Recht nur, weil es den Sinn hat, gerecht zu sein." Die Formel, die Radbruch stellte, stammte aus seinem Aufsatz "Gesetzliches Unrecht und bergesetzliches Recht." Grunds tzlich ist sie so zu verstehen: (1) Recht, das nur inhaltlich ungerecht ist, bleibt geltendes Rechts; (2) Recht, bei dem der Widerspruch zur Gerechtigkeit aus einer objektivierenden Perspektive ein "unertr gliches Ma " erreicht, verliert seine Geltung als "Unrichtiges Recht"; (3) Verpflichtungen, bei denen Gerechtigkeit nicht einmal subjektiv erstrebt wird, wo also der Verpflichtende nicht einmal die Absicht hat, gerechtes Recht zu schaffen, entbehren berhaupt der Rechtsnatur. Ohne Rechtsnatur ist das Gesetz damit kein Recht, vielmehr eigentlich Unrecht, Macht oder Gewalt.
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