Die Odyssee: Heimkehr ist kein Ort
ist Homers Epos nicht als blo e Nacherz hlung, sondern als eigenst ndiger Roman: nah am Original, doch neu, literarisch und mit feinem Blick f r die Ambivalenzen seiner Figuren erz hlt. Aus dem Myths wird keine moderne Verfremdung, sondern ein Roman, der die alte Geschichte ernst nimmt und sie zugleich neu interpretiert - psychologisch dichter, sprachlich pointierter und erstaunlich gegenw rtig.Odysseus kehrt aus dem Trojanischen Krieg zur ck und versucht, nach Hause zu finden. Doch zwischen ihm und Ithaka liegen nicht nur St rme, Inseln und G tter, sondern Pr fungen, die zeitlos sind: Verf hrung, Macht, Hunger, Selbst bersch tzung, Ersch pfung und die Kunst, unter unsicheren Bedingungen zu handeln. W hrend Penelope mit Klugheit, Geduld und H rte das Haus verteidigt, wird Odysseus auf seiner Reise immer wieder gezwungen, sich selbst neu zu erkennen.
So entsteht aus Homers Stoff ein Roman ber Heimkehr, die keine R ckkehr in Unversehrtheit ist, sondern eine m hsame Arbeit an sich selbst. ber einen Mann, der listenreich ist, mutig, eitel, ersch pft und gef hrlich menschlich. Und ber eine Welt, in der nicht der Triumph z hlt, sondern die Frage, ob nach all den K mpfen noch Frieden m glich ist.
Ein literarischer Roman ber Macht und Sprache, Sehnsucht und Selbstt uschung - und dar ber, dass Heimkehr kein Ort ist, sondern Arbeit.