Angesichts der F lle von Beitr gen, die sich mit Theodor Fontanes Leben und Werk befassen, ist es erstaunlich, dass zur Landpartie bisher noch keine eigenst ndige Untersuchung vorliegt. Diese Studie widmet sich dem Thema erstmals umfassend und fokussiert es mit Blick auf sozial-, kultur- und medienhistorische Kontexte ebenso wie auf literatur- und kunsthistorische Perspektiven immer wieder neu.
Leitend ist dabei die These, dass die Landpartie im Romanwerk Fontanes einen Topos konstituiert, der stets dieselben Ordnungs- und Strukturprinzipien aufweist. Dieses Erz hlmuster wird in den einzelnen Texten allerdings sehr produktiv und variantenreich gestaltet. Kern der narrativen Gestaltung ist dabei stets eine Verkn pfung von Liebes- und Geselligkeitshandlung. Dies verleiht der Landpartie handlungsdynamisierendes Potential, weshalb ihr eine wichtige konzeptionelle Funktion f r die Romane Fontanes zukommt.