Manche Wege verschwinden nicht.
Sie warten darauf, dass jemand sich an sie erinnert.
Mina Klee wollte nie nach Nebelbr ck ziehen. Nach dem Tod ihrer Gro mutter Ada bleibt ihr Vater mit einem geerbten Haus, zu vielen unausgesprochenen S tzen und einem Neuanfang zur ck, der sich f r Mina eher wie ein Verlust anf hlt. Doch schon auf der Fahrt in den kleinen Ort entdeckt sie im Ried einen schmalen, silbrigen Weg, der kurz zuvor noch nicht da war.
Am n chsten Tag ist der Weg wieder da. Oder vielleicht hat er auf Mina gewartet.
Was zun chst wie eine seltsame Dorfgeschichte wirkt, wird schnell zu etwas Gr erem. Mina findet einen alten Schl ssel, eine Warnung in Adas Handschrift und ein geheimes Zimmer ber dem Bahnhof. Dort liegen Karten, die sich ver ndern, Messingmarken mit r tselhaften Namen und Hinweise auf Orte, die in Nebelbr ck offiziell nie existiert haben.
Gemeinsam mit Joris, Suri und Liv entdeckt Mina eine verborgene Schicht des Dorfes: alte Pfade, zweite Namen, R ckwege, gesungene berg nge und Karten, die nicht nur Landschaften zeigen, sondern Erinnerungen festhalten. Doch jemand versucht, genau diese Erinnerungen auszul schen. Wei e Karten lassen Wege verschwinden. Namen werden aus Listen getilgt. Menschen verlieren pl tzlich das Gef hl, irgendwo anzukommen.
Und die Erwachsenen?
Sie wissen mehr, als sie sagen. Minas Vater weicht aus. Frau Voss vom Rathaus k mpft f r Ordnung, als hinge davon ein Leben ab. Und Ada, Minas Gro mutter, hat offenbar ihr ganzes Leben damit verbracht, Nebelbr cks gef hrlichste Geheimnisse zu bewahren.
Je tiefer Mina in die Karten des Ortes eintaucht, desto klarer wird: Nebelbr ck ist nicht einfach ein Dorf mit alten Wegen. Es ist ein Ort, der aus Erinnerung, Schuld und verschwiegenen Wahrheiten zusammengehalten wird. Wenn Mina den richtigen R ckweg nicht findet, verschwinden nicht nur Pfade aus dem Ried. Dann verliert Nebelbr ck St ck f r St ck sich selbst.
Ein atmosph risches Fantasy-Abenteuer f r Kinder ab 10 Jahren - ber Freundschaft, Mut, Familiengeheimnisse, Trauer, Erinnerung und die Frage, was einen Ort wirklich lebendig macht.