Essay aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Germanistik - ltere Deutsche Literatur, Medi vistik, Note: 1,7, Justus-Liebig-Universit t Gie en, Veranstaltung: Minnes nger - Fests nger?, Sprache: Deutsch, Abstract: Die "hohe Minne" beschreibt das vorherrschende Motiv der Dichtung der Gattung Minnesang und war ein wichtiger Bestandteil der Kultur im Mittelhochdeutschen von 1050 bis 1350. Darunter l sst sich zusammenfassend die h fische Liebe des Mittelalters verstehen, aber auch N chstenliebe, religi se Liebe oder Freundschaft. Die Darstellungsform der Minne ist der Minnesang. Die Entstehung des Minnesangs l sst sich auf das 12. Jahrhundert datieren und wird als Liebeslyrik bezeichnet. Dar ber hinaus kann diese Gattung in 6 Phasen einordnet werden, von der Fr hphase des vorh fischen Minnesangs um 1150/60 bis zur zweiten Sp tphase des sp th fischen Minnesangs um 1210-1300. Die Entstehung der hohen Minne am Hof l sst sich hierbei in die zweite Phase einordnen, die sogenannte erste Hochphase von 1170-1200. Ende des 12. Jahrhunderts entwickelt sich das Konzept der hohen Minne als Kunstform und beschreibt nicht die Eroberung einer verheirateten adligen Frau, der Minnedame (als vrouve, w p oder diu guote bezeichnet), durch einen adligen Mann, sondern die Verehrung und Hingabe an diese. Insgesamt bleibt die hohe Minne eher platonisch. Die angebetete vrouve wird mit einem Ideal gleichgestellt, das f r den Mann unerreichbar ist. Die Zur ckweisung durch die vrouve und dem damit verbundenen Liebesleid verarbeitet der Dichter in seiner Kunst, dem Minnesang, ebenso die Tatsache, dass diese Beziehung niemals zustande kommen kann. Dar ber hinaus kann man in der hohen Minne keine erotische Erf llung finden, denn diese w rde das Ende des k nstlerischen Strebens bedeuten.
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