Azozel hat Kaiser besessen, Kriegsherren, Giftmischer und einen Papst, zweimal. Er hat den Brand Roms geleitet. Er hat Dschingis Khan ins Ohr gefl stert. Er ist, laut seiner eigenen gravierten Belobigung, der feinste Versucher seiner Generation.
Derzeit besitzt er Norbert Stempel, Fliederweg 14, Sachbearbeiter f r Koordinationsangelegenheiten (kommissarisch), der seit M rz 1998 an jedem Arbeitstag dasselbe K sebrot isst, vierzig Minuten zu fr h an der Bushaltestelle steht (f r alle F lle, Stichwort L mmer) und hinten in einem Z hlerstands-Heft eine Kekshierarchie f hrt. In Bleistift. Mit Spalten.
Norbert ist der langweiligste Schei kerl aller aller Zeiten. Azozels Worte. Er steht zu der Grammatik.
Zwei Jahre nach Dienstantritt hat der feinste Versucher seiner Generation ein Problem: Norbert ist nicht zu verderben. Man fl stert ihm Gier ein, und heraus kommt eine Spende an die Blindenhundschule. Man fl stert ihm Brandstiftung ein, und er zieht einen Toaster aus der Steckdose. Es gibt keinen Griff an dieser Seele, keine Naht, kein Schl sselloch - und einem D mon ohne Verderbnisziel bleibt nichts zu tun, als sich zu erinnern.
Aber die guten alten Zeiten, vom Regal genommen und tats chlich gepr ft, kommen jedes Mal kleiner zur ck. Der Brand Roms war eine Katze. Die Horde des Khans lief auf Formularen. Und irgendwo zwischen einer Brandschutz bung, einem Sonntagsbraten, einem Stromausfall und einer Bibliothekarin namens D rte, die alles bemerkt und nichts erw hnt, beginnt Azozel zu ahnen, dass er sechstausend Jahre auf der falschen Seite des Tresens verbracht hat.
Die Farbe zu wechseln sollte der schwere Teil sein. Ist es nicht. Der schwere Teil ist, dass Norbert Stempel auf Formularen nichts zur ckh lt - auch nicht auf dem Standesamt, im ung nstigsten Moment, wenn eine gr ndliche Standesbeamtin fragt, ob f r das Protokoll etwas anzugeben sei.
Eine Kom die ber D monen, Kekse, B rokratie und die furchterregende Macht eines wirklich netten Menschen. F r alle, die Terry Pratchett und Douglas Adams lieben - und f r jeden, der schon einmal etwas Wichtiges an eine Terminkollision verloren hat.
Sie werden brigens bald sterben. Aber Sie k nnten vorher noch dieses Buch zu Ende lesen.
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