Wie hat sich der Brief als Kommunikationsform in den letzten 3.000 Jahren entwickelt? Was hat sich gewandelt? Welche Strukturelemente blieben unver ndert?
Als Text, als Objekt und als kommunikatives Ereignis lebt der Brief in seiner Wiedererkennbarkeit von Invarianzen, die die Reproduzierbarkeit eines Musters auch unter sich wandelnden kulturellen Bedingungen zu garantieren scheinen. Es ist diese zwischen Formalisierung und Offenheit changierende Textualit t, die zum einen das Interesse disziplin r konturierter Fragehorizonte auf sich zieht, die zum anderen aber ohne interdisziplin ren Austausch wohl kaum in ihrer Spannbreite ausgemessen werden kann.
Die Beitr ge des Bandes tragen Bausteine zu einer Kulturgeschichte des Briefs zusammen und reflektieren zugleich die Kontinuit ten, die sich im geschichtlichen Wandel abzeichnen.