Die sog. Fehleridentit t bei der Anfechtung eines Rechtsgesch fts wegen Eigenschaftsirrtums nach 119 Abs. 2 BGB ist die umstrittenste Fallgruppe im Anfechtungsrecht. Die Fehleridentit t f hrt dazu, dass die Anfechtungsnorm nicht nur zur Nichtigkeit des Verpflichtungsgesch fts, sondern auch des (abstrakten) dinglichen Rechtsgesch fts f hrt. Ihre Anwendbarkeit wird kontrovers diskutiert. Der Streit geht auf das Abstraktionsprinzip zur ck, das zu den charakteristischen Merkmalen des deutschen Zivilrechts geh rt und als Vollendung des Trennungsprinzips angesehen wird. Das Trennungs- und Abstraktionsprinzip im Insolvenzverfahren (manifestiert in 47 InsO), der Grundsatz der Gl ubigergleichbehandlung (par conditio creditorum) sowie weitere spezifisch insolvenzrechtliche Wertungen und Ma gaben verhindern, dass ein rechtsgrundlos Verf gender die wirtschaftlich vorteilhafte Stellung eines Aussonderungsberechtigten im Insolvenzverfahren erlangen kann. Vielmehr wird der gem 119 Abs. 2 BGB Anfechtende den gew hnlichen Insolvenzgl ubigern nach 38 InsO gleichgestellt.
The "identity of errors" (Fehleridentit t) in the avoidance of a legal transaction on the grounds of a mistake in property in accordance with section 119 (2) of the German Civil Code (BGB) is the most controversial case in the law of voidability (Anfechtungsrecht). The identity of errors provokes not only the invalidity of the obligatory transaction (Verpflichtungsgesch ft), but also the (abstract) legal transaction in rem. Its applicability has therefore been controversially discussed. The dispute has its origin in the abstraction principle (Abstraktionsprinzip), a characteristic of the German Civil Code, which is regarded as the completion of the separation principle (Trennungsprinzip).
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