Im Buch wird gezeigt, dass die Deutung des Standbildes auf das R mische Reich historisch, geografisch, sprachlich und prophetisch nicht stimmig ist. Stattdessen wird nachgewiesen, dass das Standbild f r die Endzeit das Wiederaufkommen eines anderen Weltreiches voraussagt, das vielfach nicht erwartet wird. Zudem wird die weit verbreitete Berechnung der 70 Jahrwochen untersucht. Bei n herer Betrachtung ist diese Art der Deutung ebenfalls nicht haltbar. Denn die Bibel rechnet zweimal vom Jahr 605 v. Chr.: einmal bis zu Kyrus und noch einmal von dort bis zu Antiochus Epiphanes. Der letzte Teil des Buchs befasst sich mit dem Kleinen Horn in Daniel 7 und 8 sowie mit den in Daniel 11 aufgez hlten Seleukiden-K nigen. In dieser Auflistung fehlt ein K nig, obwohl er 20 Jahre lang geherrscht hat. Diese Auslassung hat allerdings einen bestimmten Grund, der bis in die Offenbarung reicht. Mit der neuen Sicht auf das Buch Daniel ergibt sich eine andere, bibeltreuere Sicht der Daniel-Prophetie, die weitreichende Auswirkungen in der Exegese nach sich zieht. M ge es der Gemeinde Gottes dazu dienen, auch weiterhin unbedingtes Vertrauen in das Wort Gottes zu bewahren.