Die Kritik der gegenw rtigen Abrisspraxis wird angesichts der Klima-, Biodiversit ts- und Energiekrisen lauter. In Deutschland werden wohl ber 50.000 Geb ude pro Jahr abgerissen, die Bau- und Abbruchabf lle verursachen gut 55 Prozent des gesamten Abfallaufkommens. Die Abrissfrage macht das Ph nomen Abriss im Geb udesektor aus unterschiedlichen Perspektiven greifbar. Mit Ans tzen aus Architekturgeschichte und -theorie, Denkmalpflege, Feminismus, Aktivismus und Kunst werden die kologischen, politischen, sozio konomischen sowie kulturellen Folgen der auf den fossilen Logiken der Moderne beruhenden Praxis von Abriss und Neubau analysiert. Die Beitr ge thematisieren die historische Entwicklung, gegenw rtige Akteursnetzwerke, Gentrifizierung und ideologische Einflussnahmen von Abriss, aber auch die sich seit den 1960er Jahren formierenden Anti-Abriss-Bewegungen.
Die Publikation bildet den Auftakt einer neuen Schriftenreihe, die aktuelle Fragestellungen des umwelt- und sozialgerechten Bauens thematisiert. Zudem werden wichtige Pionier*innen des kologischen Bauens im 20. Jahrhunderts in den Blick genommen. Herausgeber der Reihe sind Philipp Oswalt und Alexander Stumm.
Mit Beitr gen von ANA, Elisabeth Broermann, Laura Calbet, Dina Dorothea Falbe, Maximilian Hartinger, Maria Hudl, Katrine Majlund Jensen, Adrian N gel, Yulia Ostheimer, Luise Rellensmann, Tim Rieniets, Charlotte Schaeben, Martha Seeger, Lukas Strasser und Alexander Stumm sowie den Architekturkollektiven AbbrechenAbbrechen (M nchen), Abrisskollektiv (Hannover), Europaviertel retten (Freiburg) und ufoufo (Berlin)
Aktueller Stand, Argumente und Zahlen zur Abrissdebatte Umfangreiche Recherche und Dokumentation zu vom Abriss bedrohten oder j ngst abgerissenen Geb uden Geschichte und Netzwerke der deutschen Anti-Abriss-Bewegung seit den 1960er JahrenRelated Subjects
Architecture