Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Griechisch / Altgriechisch, Note: 15, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Klischee des weltfremden Philosophen existiert wohl schon genauso lange wie die Philosophie selbst. Was ist denn ein Philosoph? Ein Mensch, der fern der Realit t in seinem eigenen Universum, seinem Elfenbeinturm oder auch in seiner Tonne sitzt und sich ber den Sinn des Lebens den Kopf zerbricht? Vertieft in seine oft nur f r ihn nachvollziehbaren Gedankeng nge vergisst der Philosoph ganz und gar, dass es au erhalb seines Kopfes noch eine Welt voller Menschen gibt, der er aber immer noch zugeh rt. Ist dieses Klischee haltbar? Und wie steht der Philosoph zu dem Vorwurf der Weltfremdheit, der ihm von Seiten der zweckorientierten Gesellschaft gemacht wird? Das, was den Philosophen von der Gesellschaft trennt, ist seine nicht am Nutzen, sondern an reiner Erkenntnis orientierte, kontemplative Lebensweise, die in einer pragmatischen Gesellschaft scheinbar fehl am Platze ist. Immer wenn die Theorie des Philosophen auf die Praxis der Welt trifft, wird seine Unbeholfenheit, seine "Weltfremdheit" sichtbar, was auf die anderen Menschen, die keinen Einblick in seine Denk- und Lebensweise haben, unweigerlich komisch wirken muss. Diese Arbeit wird anhand einiger prominenter Beispiele aus der griechischen Philosophiegeschichte pr fen, ob und inwiefern dem griechischen Philosophen "Weltfremdheit" vorgehalten werden kann und welche Ansichten er selbst in Bezug auf "Weltfremdheit" vertritt.
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