Die Sage um den Schwanritter geh rt zu den weit verbreiteten mittelalterlichen Erz hlstoffen, die bis heute nicht an Faszinationskraft verloren haben. Sie steht im Umfeld der Mahrtenehegeschichten und l sst sich als Gr ndungsmythos lesen, erh lt ihr Signum durch die Kernmotive Gerichtskampf und Frageverbot. In der deutschen Literatur vor 1500 erf hrt dieser Erz hlstoff in den Werken Parzival, Der Schwanritter, J ngerer Titurel, Lohengrin, Lorengel und Buch der Abenteuer Bearbeitung. Die vorliegende Arbeit ist die erste Monographie, die die gesamte deutsche vormoderne Werkreihe zum Schwanritter-Stoff zum Gegenstand hat und seine Transformation durch die Jahrhunderte verfolgt. Sie nimmt die stabile Grundstruktur und mannigfaltigen Variationsm glichkeiten der Schwanritter-Erz hlungen als Ausgangspunkt daf r, die Allianzen des Stoffes mit diversen literarischen Traditionen, poetischen Formen, historischen Diskursen sowie Zyklusbildungen aufzuzeigen. Als Quellen der deutschen Werkreihe werden die altfranz sischen Schwanritter- und Schwanenkinder-Geschichten behandelt. Das wichtigste Rezeptionszeugnis in der Moderne, Richard Wagners Lohengrin, wird als Ausblick sowohl quellengeschichtlich als auch musikalisch und intermedial untersucht.
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