Der Tod eines Burgers auf dem Schlachtfeld birgt soziale Sprengkraft: Das Sterben im Krieg muss nicht nur praktisch bewaltigt werden, es erlegt den Hinterbliebenen auch die Burde der Sinnstiftung auf und kann leicht zum Bezugspunkt gesellschaftlicher Konflikte werden. Die Selbstaufgabe fur das Kollektiv konfrontiert die Gemeinschaft mit der genuin politischen Dimension des Todes. Johannes Wienand untersucht diesen Problemkomplex fur die antike Demokratie des klassischen Athens. Im ersten Teil der Studie wird die historische Entwicklung und politische Bedeutung des athenischen Gefallenengedenkens grundlegend neu bewertet. Der zweite Teil ergrundet vor diesem Hintergrund das Genre literarischer "Gefallenenreden" (Epitaphioi Logoi): Auf je eigene Weise erzeugen die Schriften (aus der Feder u. a. von Gorgias, Thukydides, Lysias, Platon und Demosthenes) fein kalibrierte Spannungsfelder im politischen Diskurs ihrer Zeit, die erstmals fur die gesamte Gattung detailliert nachvollzogen und historisch eingeordnet werden. Die Untersuchung fuhrt ins Zentrum der Auseinandersetzungen um die prekare Machtpolitik Athens und ihre innen- wie aussenpolitischen Folgekosten.
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