In einer Zeit, in der sich die Psychologie gerade erst als Wissenschaft zu etablieren begann, die menschliches Verhalten messen und formen kann, entstand ein Experiment, das stillschweigend die Grenzen zwischen Forschung und Verletzlichkeit berschritt. Im Bundesstaat Iowa wurde eine Gruppe verwaister Kinder in eine Studie einbezogen, die darauf abzielte, die Ursachen des Stotterns sowie den Einfluss der Sprache auf die Bildung der verbalen Identit t zu verstehen.
Was zun chst als akademische Untersuchung gedacht war, entwickelte sich bald zu einem beunruhigenden Prozess, in dem Worte aufh rten, blo e Kommunikationsmittel zu sein, und zu Tr gern psychologischer Ver nderung wurden. Durch Verst rkung, Kritik und wiederholte Suggestion wurde erforscht, inwieweit die Wahrnehmung von au en das innere Sicherheitsgef hl eines Individuums ver ndern kann.
Im Laufe der Zeit zeigten sich die Auswirkungen nicht nur im Sprachverhalten, sondern auch im Selbstvertrauen, im Verhalten und im Verh ltnis der Kinder zu sich selbst. Die Studie, die ber Jahre hinweg von institutionellem Schweigen umgeben war, offenbarte sp ter tiefgreifende Konsequenzen, die die Debatte ber ethische Grenzen in der wissenschaftlichen Forschung neu entfachten.
Dieses Werk rekonstruiert aus einer reflektierenden und erz hlerischen Perspektive eines der umstrittensten Kapitel der experimentellen Psychologie des 20. Jahrhunderts und l dt dazu ein, die Grenzen des Wissens zu hinterfragen, wenn es auf den menschlichen Geist angewandt wird, ohne sich seiner m glichen Auswirkungen vollst ndig bewusst zu sein.