Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, M?nner, Sexualit?t, Geschlechter, Note: 1,7, Johannes Gutenberg-Universit?t Mainz (Institut f?r Soziologie), Veranstaltung: Organisation und Funktion Schattenwirtschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: H?rt oder liest man die Worte Menschenhandel oder Sklaverei, so denkt man zun?chst einmal an vergangene Zeiten. Das Bewusstsein, wie aktuell und gegenw?rtig diese beiden Begriffe sind, fehlt. Menschenhandel gilt als einer der schlimmsten Verst? e gegen die Menschenrechte und obwohl dagegen vorgegangen wird, kann er an jedem Ort und zu jeder Zeit passieren. Allerdings ist das Thema an sich und auch die oft damit verbundene Prostitution in Deutschland immer noch ein Tabu, ?ber das in der ?ffentlichkeit kaum besprochen wird. Um immer f?r neuen "Nachschub" in der Rotlichtszene zu sorgen, werden j?hrlich gesch?tzte 500.000 Frauen zwecks sexueller Ausbeutung in die EU-L?nder geschleust, davon allein 200.000 von Ost- nach Westeuropa. Auch die Schlepperbanden verdienen dabei in Europa j?hrlich zwischen 7 und 13 Milliarden Euro durch die Ausbeutung und Versklavung von Frauen Im Zusammenhang mit dem Thema Menschenhandel wird oft ?ber die Frei-willigkeit der Frauen diskutiert. H?ufig wird behauptet, dass die meisten der ausl?ndischen Frauen gewusst haben, worauf sie sich einlassen, was sie in Deutschland erwartet und dass sie freiwillig gekommen seien. Diese Aussage ist sehr kritisch zu sehen, denn viele Frauen hatten meist keine andere Wahl. Die Frauen stammen aus armen L?ndern und sind - zumindest in der Realit?t nicht - gleichberechtigt und finden aus diesem Grund nur sehr selten eine Arbeit. Diese Frauen sehen in der "Flucht" nach Deutschland eine M?glichkeit der Verbesserung ihrer Lebenssituation und nehmen aus diesem Grund auch eine Arbeit als Prostituierte in Kauf. Ob man in diesem Fall von einer freiwilligen Entscheidung sprechen kann oder eher von einer Wahl zwischen Cholera und Pest, bleibt j
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