Drei judische Aktivisten spielten im Umfeld des Pariser Mai eine wichtige Rolle: Daniel Cohn-Bendit, der als Person das Ereignis symbolisiert, Pierre Goldman, der bis zu seiner Ermordung im Jahr 1979 die Ikone der radikalen Linken war, und Andre Glucksmann, vormals der maoistischen Stromung zugeneigt, der Mitte der 1970er Jahre die antitotalitare Denkrichtung der Neuen Philosophen mitbegrundete. Sebastian Voigt zeichnet die Lebenswege dieser drei Protagonisten der radikalen Linken im Nachkriegsfrankreich nach und ruckt ihre politischen Biografien in einen gedachtnisgeschichtlichen Zusammenhang. Hierzu offnet er den Blick zuruck auf die Elterngeneration und nimmt deren in der Zwischenkriegszeit liegende Erfahrungsgeschichte in den Fokus. Eine solche Ruckschau in die Vorgeschichte fuhrt von Frankreich aus in die Lebenswelten der als Immigranten und Fluchtlinge aus Deutschland, Polen und dem Habsburgerreich kommenden Juden. Kommunismus, Zionismus und antifaschistisches Engagement der Elterngeneration bilden dabei ebenso wie der bewaffnete Widerstand gegen die deutsche Besatzung die gedachtnispolitische Folie, vor der die Ereignisse des Mai '68 in neuem Licht erscheinen.
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