Fundamentaltheologie fragt: Worum geht es beim Glauben im Grunde. Und wie verhalten sich Vernunft und Glauben zueinander? Die christliche Botschaft beansprucht, "Wort Gottes" zu sein. Dieser Anspruch ist alles andere als von vornherein selbstverst ndlich. Zun chst ist zu fragen, wie man berhaupt von "Gott" reden kann, wenn die Botschaft selbst sagt, er falle gar nicht unter Begriffe. Und wie kann man ihm gar zuschreiben, dass er selber "spreche"? Gerade gegen ber solchen Fragen ffnet sich die christliche Botschaft und macht ihren Anspruch durch ihren Inhalt verst ndlich. Sie erl utert das Wort "Gott" durch den Hinweis auf die Gesch pflichkeit der Welt: Gott ist "ohne wen nichts ist". Mit Hilfe einer "relationalen Ontologie" l sst sich Gesch pflichkeit beweisen. Man begreift dabei von Gott immer nur das von ihm Verschiedene, das auf ihn verweist. Der Glaube selbst ist das Anteilhaben am Verh ltnis Jesu zu Gott. Aufgrund seines Wortes vertraut man darauf, in die Liebe Gottes zu ihm, die unbedingt und ewig ist, aufgenommen zu sein. Im Vertrauen darauf steht man nicht mehr unter der Macht der Angst um sich selbst. Alle einzelnen Glaubensaussagen lassen sich darauf zur ckf hren. Die Kirche ist das fortdauernde Geschehen der Weitergabe des Wortes Gottes, und dieser Glaube ist ein und derselbe f r alle, die an Jesus Christus als den Sohn Gottes glauben. Dieser Glaube kommt von der geh rten Botschaft und l sst sich nicht auf blo e Vernunft zur ckf hren. Es kann jedoch nichts geglaubt werden, was einer ihre Autonomie wahrenden Vernunft widerspricht. Vernunfteinw nde gegen den Glauben sind auf dem Feld der Vernunft selbst zu entkr ften. Vernunft ist notwendig, um sich vor Aberglauben zu sch tzen.
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