Der Film Oder Der Imaginare Mensch: Ein Anthropologischer Essay [German]
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"Der Mensch" ersteht aus seinen bewegten Bildern wie zugleich diese aus ihm. Edgar Morin denkt "den Menschen" nicht als Tatsache, nicht als Gegebenheit, Bewu tsein oder K rper, auch nicht als selbstverst ndliche unbemerkt dominante Ausgangsbedingung, sondern als emergent, als auftauchend, und als relational, n mlich speziell hervorgehend aus seiner Verschr nktheit mit den bewegten Bildern. Dieses Auftauchen und Verschr nken geschieht dabei stets und jederzeit durch Film, nicht im pal o-anthropologischen Sinn einer urspr nglichen und abgeschlossenen Menschwerdung. "Der Mensch" ist bei Morin ein supervenierender Effekt, der mit den Bedingungen seines Abhebens oder Einsetzens so verschr nkt ist und vor allem so auf sie zur ckwirkt, dass Ursache und Wirkung, Fr heres und Sp teres usw. ununterscheidbar werden. Imagin res und Faktisches, Projektion und Identifikation, Anthropo- und Kosmomorphismus, Tod und Leben sind durch Film grundverstrickt, ehe sie sich berhaupt auseinanderdividieren. Von diesem Sachverhalt handelt Morins Buch, ganz konzentriert auf Film als bedingte Bedingung und als Medium der menschlichen Emergenz, d. h. Existenz.
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