Friedrich Meggendorfer war bereits vor der Macht bernahme durch die Nationalsozialisten ein einflussreicher Erbpsychiater, der zun chst als Privatdozent an der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg in Hamburg t tig war und ab Ende des Jahres 1934 den Lehrstuhl f r Psychiatrie und Neurologie an der Universit t Erlangen inne hatte.
Er stand der NS-Ideologie nahe und war auch pers nlich ma geblich an Zwangssterilisationen und eugenisch motivierten Schwangerschaftsabbr chen beteiligt. Auch seine Verstrickung in die Krankenmorde im Rahmen der "Aktion T4" sowie der "dezentralen Euthanasie" ist zumindest in einigen F llen belegt.
Seine Beteiligung an den Krankenmorden wurde zumindest ffentlich nie thematisiert, geschweige denn strafrechtlich verfolgt. Meggendorfers vollst ndiger wissenschaftlicher Rehabilitation im Jahr 1953 durch seine Emeritierung kam lediglich sein Tod zuvor.