Dandys gelten weithin als elegante, eitle "Salonl wen", die in der Welt der Reichen und Sch nen zu Hause sind und nichts anderes im Sinn haben, als es dort zu Ansehen und Prominenz zu bringen. Bei genauerer Analyse erweist sich diese Beschreibung als viel zu eingeschr nkt und teilweise sogar als irref hrend. Robert Hettlage vertritt die Auffassung, dass der spielerisch-provozierende Dandy sich nicht auf den eleganten Effekthascher reduzieren l sst, sondern auf sehr spezifische Weise immer auch, wenn nicht sogar vor allem, Kritiker seiner Zeit und der jeweils herrschenden Lebensumst nde ist. Der Dandy sieht sich weder als Bohemien noch als politischen Aktivisten oder gar als Revolution r, sondern eher als scharf beobachtenden Flaneur, der den Menschen auf seine Weise die Augen ffnen will. Dar ber hinaus wird in diesem Essential die These bestritten, dass die Postmoderne dem Dandytum den Boden seines Wirkens entzogen h tte.