Seit dem Ende der Natur als normativem Referenzrahmen hat sich die k nstlerische Auseinandersetzung mit ihr grundlegend gewandelt. In der Kunst der Gegenwart wird dabei auf der einen Seite die technische Manipulation und kulturelle Konstruktion der Natur in den Vordergrund gestellt. Auf der anderen Seite rufen gerade die fortschreitende Vernutzung au ermenschlicher Lebensr ume und die Verletzlichkeit nat rlicher Sph ren Bilder der Trauer und des Protests hervor. "Natur" bietet aber auch heute noch Residuen der Alterit t, der Indifferenz, durch die Kunst
gegen ber der Dominanz von Wirtschaft und Wissenschaft Autonomie gewinnt.
Das Buch reflektiert in exemplarischer Auff cherung zeitgen ssische k nstlerische Positionen zum Thema Natur. Zugleich ist es der erste Band einer Reihe "Naturbilder", herausgegeben von der gleichnamigen Forschungsstelle an der Universit t Hamburg.