Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Jura - Strafrecht, Note: 16 (sehr gut), Humboldt-Universit t zu Berlin (Juristische Fakult t), Veranstaltung: Klassische Strafrechtsentscheidungen, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Untersuchung wird der "Trunkenheitsfahrt-Fall" des Bundesgerichtshofs (BGHSt 42, 235) analysiert. Aufgeworfene Rechtsprobleme sowie die daran ankn pfende Diskussion werden beleuchtet und anschlie end kritisch hinterfragt. Gottwald titulierte die "Trunkenheitsfahrt-Entscheidung" des Bundesgerichtshofs als eine "aufsehenerregende Kehrtwende" in der Rechtsprechung zur actio libera in causa. Einige Autoren prophezeiten gar das Ende dieser Rechtskonstruktion. Im Folgenden wird berpr ft, ob sich diese Thesen als stichhaltig erweisen. Hierzu werden zun chst die Kernaussagen der Entscheidung zusammengefasst und die grundlegenden Charakteristika der alic dargestellt. Darauf aufbauend werden sodann die vorliegend in Bezug auf fahrl ssige Erfolgsdelikte sowie reine T tigkeitsdelikte aufgeworfenen Rechtsproblemen er rtert, die Argumente des 4. Strafsenats denen der Literatur gegen bergestellt und schlie lich gegeneinander abgewogen. In einer daran ankn pfenden Stellungnahme wird res miert, ob die Entscheidung des Senats richtig war oder aber die Einw nde der Literatur berechtigt sind. Den letzten Schwerpunkt der Arbeit bildet ein Problem des Strafanwendungsrechts, das in Urteilsbesprechungen verh ltnism ig wenig Beachtung gefunden hat. Gleichwohl ist die Frage nach der Anwendbarkeit des deutschen Strafrechts von enormer praktischer Relevanz und in Kombination mit einer objektiven Bedingung der Strafbarkeit zugleich dogmatisch h chst interessant.
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