Im 19. Jahrhundert waren Gymnasien und Universit ten sowie die damit verbundenen Berufskarrieren M dchen und Frauen verschlossen. Die Einrichtung und Entwicklung von M dchenschulen war privaten und kommunalen Initiativen berlassen. Erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts konnten auch f r M dchen h here Lehranstalten mit Abiturberechtigung eingerichtet werden, ihre Absolventinnen studieren und in mittlere und h here Berufe eintreten.Der dritte Teilband des Datenhandbuchs zur deutschen Bildungsgeschichte II dokumentiert und interpretiert - in einem ersten Teil - den langwierigen Prozess des Ausbaus, der Ausdifferenzierung und Aufwertung der Institutionen der M dchenbildung im 19. Jahrhundert am Beispiel einzelner Schulen, Schultr ger (z.B. Orden), Regionen und Staaten sowie - in einem zweiten Teil - die Integration der verschiedenen Formen von M dchenschulen in das ffentliche deutsche Schulsystem und den damit verbundenen Transformationsprozess zum dreigliedrigen Schulsystem des 20. Jahrhunderts.Die hier ver ffentlichten Daten und Interpretationen sind grundlegend zum Verst ndnis des konfliktreichen und widerspr chlichen Emanzipationsprozesses der Frauen in Deutschland und zu den Mechanismen der historischen Schulentwicklung bis heute.
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