Altere Lehrb cher der Mathematik pflegten damit zu beginnen, die Frage nach dem Wesen der Mathematik und ihrer einzelnen Teilgebiete zu beantworten, ja, geradezu Definitionen dieser Be- griffe zu geben. Wir sind heute davon abgekommen. Mit Recht Denn eine solche Frage geh rt nicht an den Anfang, sondern an den Schlu einer gewissen Besch ftigung mit Mathematik. Erst wenn man bereits etwas von der Mathematik kennengelernt hat, erscheint es angebracht, sich einmal ber die mathematische Methode, ber den Aufbau des Lehrgutes und ber seine Grundlage klarzuwerden. Es haben zahlreiche fr here Lehrpl ne f r h here Schulen einen "wiederholenden Aufbau des Zahlbegriffes" in die Ober- klassen verlegt. Es haben die Meraner Vorschl ge und nach ihnen andere moderne Stoffpl ne als Abschlu des mathematischen Unterrichts "R ckblicke unter Heranziehung geschichtlich ' und philosophischer Gesichtspunkte" gefot: dert. Die preu ischen Richt- linien vom Jahre 1925 legten sowohl in den methodischen Bemerkungen wie in den Lehrpl nen gro en Nachdruck auf derartige philosophisch vertiefte R ckblicke: "Logik und Er- kenntnistheorie finden einen Platz in der Mathematik. Auch die psychologischen Grundlagen des mathematischen Denkens soll der Unterricht ber hren. Einzelfragen wie Zahlen- und Raumvor- stellungen sind nach M glichkeit philosophisch zu vertiefen- so hei t es in ihnen. Auch die Marienauer Vorschl ge (1945), um wenigstens einen der neuen Pl ne zu nennen, fordern: "Aufbau und Grundlage der Mathematik: Entwicklung des Zahl-und Funk- tionsbegriffes, axiomatisches Verfahren der Grundlegung am Bei- spiel der Geometrie, Ausblicke auf Logik und Erkenntnislehre.
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