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Paperback Das Theodizee-Motiv in Kleists Erz?hlung Das Erdbeben in Chili [German] Book

ISBN: 3640410416

ISBN13: 9783640410415

Das Theodizee-Motiv in Kleists Erz?hlung Das Erdbeben in Chili [German]

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universit t Regensburg (Institut f r Germanistik), Veranstaltung: Proseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Erdbeben, das Kleist zum Gegenstand seiner Erz hlung "Das Erdbeben in Chili" macht, fand im Jahr 1647 tats chlich statt. Allerdings weicht Kleist in seiner Darstellung in einigen Punkten von den historischen Ereignissen in Santiago ab. Beispielsweise verlegt er das Beben von der Nacht auf den Tag. Zudem bleibt Kleist in der Beschreibung der Stadt eher vage, so dass der Schauplatz der Katastrophe beinahe austauschbar wirkt. Dies legt die Vermutung nahe, Kleist beziehe sich weniger auf die Katastrophe in Chile als vielmehr auf jenes Erdbeben in Lissabon, das 1755 nicht nur die Erde, sondern auch das Welt- und Gottesbild des 18. Jahrhunderts ersch tterte. Der Glaube an einen guten Sch pfer und eine sinnvolle Weltordnung wurde dadurch massiv in Zweifel gezogen. So wurde das vor allem von Leibniz vertretene Konzept der pr stabilierten Harmonie, dem zu Folge unsere von Gott geschaffene Welt die beste aller m glichen Welten sei unter anderem von Voltaire in seinem "Po me sur le d sastre de Lisbonne" in Frage gestellt. Kant hingegen betont die Ambivalenz des Erdbebens, w hrend Rousseau die Zivilisation f r die Katastrophe verantwortlich macht, womit nur einige Thesen des philosophischen Diskurses angedeutet werden sollen. Auch Kleists Erz hlung kann unter anderem als Reaktion auf den Theodizeediskurs des 18. Jahrhunderts betrachtet werden. Im Folgenden soll das Motiv der Theodizee in der Erz hlung n her untersucht werden. Dabei soll zun chst auf die unterschiedliche Sichtweise der Figuren, auf die Verwendung religi ser Motive und schlie lich die Uninterpretierbarkeit Gottes und der Welt eingegangen werden. Am Ende wird dem Modell der g ttlichen Vorsehung das Prinzip des Zufalls entgegengestellt.

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