Das Buch behandelt die Frage, wie die italienischen Mittel- und Oberschichten den Tod ihrer Gefallenen im Ersten Weltkrieg und den Jahren danach verarbeitet haben. Als Quelle dienen Gedenkschriften f r einzelne Tote, die von b rgerlichen Familien in gro er Zahl publiziert worden sind. Diese "Kriegerdenkm ler aus Papier" stellen eine italienische Besonderheit dar und sind bisher nicht erforscht worden. Sie sind zwischen privater Trauer und ffentlichem Gedenken angesiedelt und erlauben Einblicke in die Mikrogeschichte des Nationalismus, die Religions- und Mentalit tsgeschichte des B rgertums und die historische Anthropologie der Trauer in der Zeit des Weltkriegs. Das Buch fragt nach den Formen und Phasen der Trauer und des Gefallenengedenkens und den verschiedenen nationalen, zivilreligi sen und traditionell-christlichen Deutungen des Todes, die in ihnen zum Tragen kommen. Die Gedenkschriften werden daneben als Kulte b rgerlicher Familien untersucht und vor diesem Hintergrund Hypothesen entwickelt, die ihre besondere Verbreitung in Italien erkl ren.
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