Obwohl sieben der neun Menschenrechtsvertr ge auf Ebene der Vereinten Nationen die M glichkeit eines Staatenbeschwerdeverfahrens er ffnen, kam dieser Verfahrensart ber Jahrzehnte hinweg keinerlei praktische Bedeutung zu. Im Fr hjahr 2018 erreichten den CERD-Ausschuss dann jedoch gleich drei verschiedene Staatenmitteilungen. Die erstmalige Aktivierung des Verfahrens fast 50 Jahre nach Inkrafttreten des Internationalen bereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (CERD) kann dabei als eine historische Entwicklung bezeichnet werden.
Vor diesem Hintergrund bietet dieses Buch erstmals eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Staatenbeschwerdeverfahren nach Art. 11-13 CERD und den sich daraus ergebenden v lkerrechtlichen Fragen. Unter Auswertung der j ngsten Praxis des CERD-Ausschusses und der ad hoc Vergleichskommission wird die Funktionsweise des Verfahrens detailliert dargestellt, wobei immer wieder Parallelen zu den Mechanismen anderer Vertragsregime gezogen werden. Auf diese Weise soll die Arbeit auch zu dem Verst ndnis vergleichbarer Staatenbeschwerdeverfahren anderer Menschenrechtsvertr ge beitragen und zugleich die Bedeutung des Ph nomens zwischenstaatlicher Streitbeilegung in Menschenrechtsfragen st rker in den Vordergrund r cken.
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