Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1,0, Universit t zu K ln (Institut f r Evangelische Theologie), Veranstaltung: "S nde", Sprache: Deutsch, Abstract: Die Rede von der S nde ist im modernen Sprachgebrauch in vielerlei Hinsicht problematisch geworden. Wenn in der Alltagssprache berhaupt noch von 'S nde' die Rede ist, dann doch zumeist in verk rzter und missverst ndlicher Art und Weise. In ihr mischen sich im Umgang mit 'S nde' oft Desinteresse und Skepsis und eine genuin christliche Bedeutung l sst sich nur noch am Rande erkennen. In der Theologie bem ht man sich daher seit der Aufkl rung um ein neues S ndenverst ndnis, das neuzeitliche Missverst ndnisse und Vorbehalte berwinden soll. Doch scheint seit der zweiten H lfte des 20. Jahrhunderts auch hier im wesentlichen Desinteresse Einzug in die Theologie erhalten zu haben und so spielen sich heute die Diskussionen um den S ndenbegriff allenfalls am Rande des theologischen Diskurses ab. Dies ist jedoch insofern erstaunlich, weil die S ndenlehre seit dem Beginn der Reformation ein wesentlicher Bestandteil des evangelischen Selbstverst ndnisses gewesen ist. So bestimmte Martin Luther 1532 in seiner Vorlesung ber den Psalm 51 den homo peccator und den deus iustificans als den eigentlichen Gegenstand der Theologie ('subjectum Theologiae'). Die Fundamentalunterscheidung zwischen Glaube und S nde bildet in der Reformation den anthropologischen Ausgangspunkt, von dem aus eine evangelische Theologie allererst m glich wird. Es lie e sich daher fragen, ob eine Vernachl ssigung der S ndenlehre nicht zu einem Verlust des Gegenstandes der evangelischen Theologie f hren muss, da das dialektische Verh ltnis zwischen dem s ndigen Menschen und dem rechtfertigenden Gott im Akt der Rechtfertigung nicht mehr angemessen zur Sprache gebracht werden kann. F r weite Kreise der aktuellen evangelischen Theologie w re die Rede von der S nde wohl ein Zugewinn, dessen Umgang sie erst
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