Dieses Open-Access-Buch befasst sich mit der diskursiven Konstruktion von 'deutscher Nation', wie sie sich in ?ffentlichen Debatten um nationalen Ein- und Ausschluss offenbart. Staatsangeh?rigkeit und Einb?rgerung sind zentrale Instrumente dieser sozialen Schlie ung. Anhand der widerstreitenden Diskurse um die Hamburger Einb?rgerungsinitiative l?sst sich exemplarisch ermitteln, welche diskursiven Grundbegriffe das deutsche Selbstverst?ndnis anleiten. Zu diesem Zweck vereint die Autorin unterschiedliche diskursanalytische Traditionen mit Methoden der klassischen Ethnographie zu einem Ansatz der Diskursethnologie. Die Analyse zeigt, dass die ?ffentliche Debatte zwischen einem staatsnationalen und einem ethnonationalen Pol oszilliert. Beide nehmen ihren Ausgangspunkt in der unterschiedlichen Ausformulierung ihrer gemeinsamen Grundbegriffe. Diese Polysemie f?hrt dazu, dass sich in der ?ffentlichen Arena antagonistische Wirklichkeitssph?ren gegen?berstehen, die mit Hilfe emotionalisierter Identit?tsangebote Macht auf ihre Adressat*innen aus?ben.